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Das 2-Tages-Training “Stärken erkennen und entwickeln – Stärken stärken, Schwächen schwächen

In diesem 2-tägigen Online- oder auch Präsenztraining beschäftigen sich die Teilnehmerinnen intensiv mit ihren Stärken, basierend auf dem Gallup-Stärkenmodell. Die von Gallup seit Jahren intensiv beforschte Thematik menschlicher Stärken führte zur Entwicklung eines Modells der Stärkenorientierung, das auf einem Online-Assessment basiert (177 Fragen!) und als Ergebnis ein Ranking von 34 Talenten darstellbar macht. Die Top 5 sind Gegenstand des Seminars, wobei es auch möglich ist, die Top 10 intensiv zu beleuchten. Der Einstieg gelingt sehr gut mit den Top 5, der CS (=CliftonStrength) 34 eröffnet eine noch differenziertere Betrachtung des subjektiven Stärkenprofils und wenn dieser für alle Teilnehmer vorliegt hat das natürlich auch Auswirkungen auf das Design, d.h. auf Details, natürlich nicht auf die grundsätzliche Zielstellung.

Wesentliche Inhalte und Nutzen des Seminars

es wird ein positives MindSet aufgebaut. 34 Stärken, die unterschiedlich stark als Filter Wahrnehmung und die eigene Wirklichkeit – und damit auch Verhalten – bestimmen. Es gibt keine Schwächen, nur unterschiedliche Nutzung von Stärken. Das kann natürlich bedeuten, dass bei bestimmten Anforderungen im beruflichen wie auch im privaten Kontext Talente und Stärken zum Erreichen guter Ergebnisse gebraucht werden, die im Ranking relativ weit hinten liegen. Durch die Bewusstheit des eigenen Stärkenprofils kann nun überlegt werden, wie diese weniger genutzten Stärken – man könnte auch sagen Schwächen, muss man aber nicht – jetzt besser ins Spiel gebracht werden. Das Seminar bietet hier viel Reflexion, Dialog, praktikable Modelle und Übungen, sich eigener Stärken immer bewusster zu werden und diese dann auch “verstärkt” einzusetzen.

Das Stärkenmodell wird detailliert erläutert. Hintergrund, Begriffe, Definitionen, Korrelation Talent-Stärke-Motivation-Leistung, Bewusstheit und Steuerung von Stärken, Aspekte der Entwicklung von Stärken…

Das Schreiben einer persönlichen Erfolgsgeschichte wird im Rahmen eines Gruppendialog über diese Geschichte zu einer markanten Erfahrung eigener Stärke und Entwicklungsfähigkeit. Auch wird deutlich, wie die im Assessment ermittelten Stärken ganz natürlich wirken.
Das Seminar soll hier wie auch in anderen didaktisch-methodischen Sequenzen in der individuellen wie auch gruppenorientierten Auseinandersetzung mit eigenem Verhalten zum einen die Einzigartigkeit des Einzelnen immer mehr ins Bewusstsein rücken wie auch Wege aufzeigen, wie jeder das Beste von dem werden kann, was er schon ist. D.h. seine Stärken immer besser zu exprimieren.

Eine wesentliche Erfahrung im Seminar ist die Schärfung der Wahrnehmung für unbewusste Prozesse, wie wir uns selbst schwächen. Hier geht es um das, was wir bei uns für Schwächen halten, um im Rahmen einer sehr intensiven Übung dann zu entdecken, dass es wenig hilfreich ist, mit uns zu hadern (z.B. “ich bin zu perfektionistisch” hier sozusagen als Platzhalter für das, was Menschen tagtäglich unbewusst und in mehr oder weniger starker Dosierung ganz normal tun, nämlich: schwächendesDenken) und sich damit zu schwächen, sondern auf die positive Absicht hinter dem Hader zu fokussieren. Und dann plötzlich zu merken, dass sich nun neue Optionen auftun, das gewünschte Ziel durch anderes Verhalten zu erreichen. Für nicht wenige Teilnehmer eine sehr stärkende Erfahrung. Die Pointe: Eine vermeintliche Schwäche durch einen Perspektivwechsel als Ausgangspunkt für eine konstruktive Veränderung zu nutzen.

Auch hier geht die Arbeit sehr stark in Richtung “Haltung- bzw. MindSet-Änderung“. Vielleicht das Wirkungsvollste, wenn echtes Lernen sich ereignen soll.

Um die Wirkung von Stärken wirklich vertieft zu verstehen, ist es auch notwendig, sich klar zu machen, dass Stärken auch überwertig werden können. D.h. die Stärke “Leistungsorientierung” kann, wenn sie unreflektiert und immer mehr agiert wird, zu Workaholismus führen. Diese Dynamik wird anhand eines Modells erläutert und geübt, dass auch diese unbewusste Ebene der Wirkung von Stärken, sozusagen den Schatten, erfahrbar und handhabbar macht. Das Ziel: Die potenziell schwächende Komponente überwertiger, negativ übersteigerter Stärken intelligent zu balancieren, um deren produktiven Kern zu noch mehr Wirksamkeit zu verhelfen.

Hier tauchen die Teilnehmer nochmals sehr tief ein in die Bedeutung und Wirkungsweise unterschiedlichster Talente in deren konstruktivem Zusammenspiel.

Schließlich werden noch Betrachtungen angestellt, wie das Modell in einem TeamGrid genutzt werden kann, um sehr schnell das Stärkeninventar eines Teams sichtbar zu machen, sozusagen dessen Performance-Signatur. Und dabei natürlich auch zu erkennen, ob alle Stärken “an Bord” sind, die die Bestbesetzung des Stärkenorchesters gewährleisten. In aller Regel ist das nicht der Fall, und gerade deshalb ist eine holistische Betrachtung ein idealer Startpunkt, um sehr schnell sichtbar zu machen, wo sich das Team evtl. wie verstärken muss.

Die Etablierung von Lernpartnerschaften und eine anspruchsvolle Transferplanung rundet das sehr intensive 2-Tagesseminar ab, das garantiert bewusst und unbewusst nachwirkt.

Stärkenorientierung bei Einzelnen und Transfer in die Organisation

Ein wesentlicher Faktor der Wirksamkeit dieses – wie wahrscheinlich aller zunächst persönlichkeitsorientierter Seminare – ist die Einbettung in den organisatorischen Kontext. Das soll hier nur anhand einiger offener Fragen angetriggert werden.

  1. Was passiert vor dem Seminar? Wie bereiten sich die Teilnehmerinnen vor?
  2. Welche Rolle spielt die Führung, die Führungskraft vor dem Seminarbesuch und danach, d.h. wie ist dies eingebunden?
  3. Welche Bedeutung und Öffentlichkeit hat gerade dieses Thema in der Kultur der Organisation? Denn es transportiert ein MindSet, das nicht immer – oder vielleicht sogar eher selten – in unseren Unternehmenskulturen verankert ist.
  4. Wie werden die Teilnehmer in der Umsetzung unterstützt? Duch die Führungskraft, die Personalentwicklung, Coaching, Follow-Up-Seminar etc.

Nur einige Fragen die zeigen sollen, was für den Erfolg einer Investition in Menschen, Fort- und Weiterbildung genannt, bedacht werden muss.

2 Tage, die für die Teilnehmerinnen nicht nur das Denken ändern, sondern die durch den konsequenten Perspektivwechsel auf Stärken intrinsische Motivation nachhaltig ausrichten und konkrete Wege sichtbar und begehbar machen, das Beste aus sich selbst zu machen. Weit mehr als nur Persönlichkeitsentwicklung, wenn ein Unternehmen das möchte.

Hintergründe zur Gallup-Forschung zur Wirkung von Stärkenorientierung finden Sie hier: https://www.gallup.com/cliftonstrengths/de/253787/Wissenschaft-Cliftonstrengths.aspx

Das Seminar wird als Unternehmensseminar auf Anfrage durchgeführt. Alle Details dann in Absprache. Kontakt unter: https://fuehrungstraining-workforchange.de/kontakt/. Oder Sie nehmen direkt telefonisch (idealerweise mobil) oder per Mail unter: pfreimer@workforchange.de auf. Ich freue mich auf unseren Kontakt, um Ihre Fragen und Vorstellungen differenziert zu erörtern und das passende Vorgehen abzustimmen.

 

Georg Pfreimer  .  7. Juli 2021