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Die Stärke “Leistungsorientierung”

Das Gallup-Stärkenmodell beschreibt 34 Stärken, die in ihrer jeweiligen Reihenfolge, ihrem Ranking, die ganz persönliche und einzigartige Talent-Signatur eines Menschen abbilden. Diese Talente – wir sprechen von Stärken, wenn diese Talente genutzt und entwickelt werden – sind Voraussetzung und Basis für ein ganz spezifische Art, die Welte wahrzunehmen, sich intrinsisch zu motivieren und mit Freude in (Leistung-)Verhalten umzusetzen. Und das Ganze mit Leichtigkeit und ganz natürlich, d.h. im Grunde unbewusst. Ausser wir machen uns das bewusst und nutzen dieses Bewusstsein, um immer mehr das Beste von dem zu werden, was bereits durch unser Stärkenprofil angelegt ist.

Heute betrachten wir das Talent/die Stärke “Leistungsorientierung” – ein Ausführungstalent
Cecil Rhodes (Gründer Rhodesiens, heute Zimbabwe) in seinen letzten Momenten: “So Little done, so much to do”

Was kennzeichnet das Talent/die Stärke:

Leistungsorientierung kann assoziiert werden mit…
… inneres Feuer
… getrieben zu mehr Arbeit und mehr Erfolg
… ein Tag ohne wichtige Ergebnisse war ein schlechter Tag
… ein erreichtes Ziel ist immer nur ein Zwischenergebnis
… Anerkennung ist ganz nett, aber ich beziehe den Vortrieb überwiegend aus mir selbst, weil ich das brauche und geniesse
… Aufgaben sind optimal umzusetzen
… ich geniesse das Erreichte und gleich geht’s weiter
… Leute, gebt Gas – so wie ich
… ich mag To do – Listen, vor allem, wenn ich Haken setzen kann
… Zufriedenheit ist etwas für die anderen

Welchen Nährboden braucht das Talent Leistungsorientierung

  • Anspruchsvolle, konkrete Aufgaben, wo die Person an die Grenzen oder darüber hinaus gehen kann
  • Autonomie, in Aufgaben den eigenen hohen Anspruch zu definieren und über sich hinauszuwachsen
  • Möglichkeiten, die eigene Wirksamkeit zu steuern und weiterzuentwickeln (Planung, Monitoring, Evaluation von Leistung)
  • Rahmenbedingungen (z.B. im Team), den eigenen Anspruch qualitätsorientiert optimal einzubringen (Leitung? Führung?)

Welche Schattenseiten hat das Talent?

  • Leistungsorientierung, die unkontrolliert (um ihrer selbst willen) von der Leine gelassen wird, kann zu Überforderung, Überlastung und zum Burn-Out führen ( Workaholismus)
  • Leistungsorientierung, die zum Selbstzweck gerät, lässt Struktur, Fokus und Ziel Orientierung vermissen
  • Leistungsorientierung in der Überdosierung wird unreflektiert auf andere übertragen, die evtl. dieses Talent nicht haben und gleichzeitig werden diese nicht in ihren Talenten wahrgenommen.

Was das Talent Leistungsorientierung braucht, um sich zu seiner optimalen Ausprägung zu entwickeln.

Aus den 34 bei Menschen differenzierteren Stärken gibt es mindestens 3, die der Leistungsorientierung assistierend zur Seite gestellt, diese erst zu ihrer vollen Wirksamkeit verhelfen.

  1. Fokus – Das Talent Fokus ist assoziiert mit Zielen und Prioritäten. Ziemlich wichtig, wenn Leistungsorientierung Ausrichtung und strategische Relevanz bekommen soll.
  2. Einfühlungsvermögen – Ein eigener hoher Anspruch, eine Menge Energie und immer noch ein Korn oben drauf ist ja wunderbar, überfordert aber andere tendenziell, vor allem, wenn ich als “Leistungsorientierter” in einer exponierten Rolle bin (Führungskraft, Teamleiter…)
  3. Disziplin – Das Talent Disziplin ist stark assoziiert mit Ressourceneffizienz, also nicht einfach die Extra-Meile, die bei Leistungsorientierung sogar noch das gute Gefühl, sich wirklich reingehängt zu haben, fördert, sondern eine optimierte Balance von Input und Output.

Wenn also Leistungsorientierung sich diese 3 Talente kritisch an die Seite holt, dann kann die Stärke Leistungsorientierung voll zu Ihrer Geltung kommen und sich optimal exprimieren. Es geht immer und die optimale Kollaboration von Talenten und Stärken, entweder aus unserem eigenen Stärkenprofil heraus oder im Zusammenwirken mit anderen. In Arbeitsgruppen, Teams oder in der Organisation an sich.

Dieses Ziel ist immer prioritär in der Beratung, im Training oder im Coaching mit dem Stärkenmodell. Es geht also nicht um Leistung an sich, sondern um die Freude, aus dem was da ist, das Optimale auf verschiedenen Ebenen zu machen. Beim Einzelnen, in Teams und in der Organisation insgesamt.

 

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Georg Pfreimer  .  14. Juli 2021